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Gozo Strände: Welche Bucht passt zu euch?

Gozo hat weniger Sandstrand als viele erwarten. Dafür gibt es kleine Buchten mit klarem Wasser. Hier steht, wo ihr sandig, ruhig oder zum Schnorcheln am besten aufgehoben seid.

Sand
Vor allem Ramla Bay und San Blas, kleine Abschnitte in Marsalforn und Hondoq
Felsküste
Der größte Teil der Insel: Baden von Felsplatten und über Leitern
Badezeit
Meist Mai bis Oktober, je nach Kälteempfinden
Mitnehmen
Badeschuhe, viel Wasser

Das Wichtigste vorab

Gozo ist keine Strandinsel im klassischen Sinn. Der größte Teil der Küste besteht aus Fels und Klippen. Wer feinen Sand sucht, fährt vor allem zur Ramla Bay oder nach San Blas. Alle anderen Buchten sind klein, steinig oder felsig, dafür oft ruhiger und klarer.

In der Praxis entscheiden drei Fragen: Wollt ihr Sand? Könnt ihr mit dem Auto anreisen? Und wie viel Andrang ertragt ihr? Die folgenden Abschnitte ordnen die bekanntesten Buchten danach. Alle Angaben zu Ausstattung und Preisen stammen aus Reiseseiten und Betreiberhinweisen, Stand Oktober 2026, und ändern sich von Saison zu Saison.

Die Buchten im Vergleich
BuchtUntergrundGut fürZugang
Ramla BayRoter SandFamilien, BadenAuto oder Bus, Parkplätze im Sommer knapp
San BlasSand mit einigen FelsenRuheSteiler, unbefestigter Weg
Daħlet QorrotKieselRuheAuto; Bus hält nicht direkt am Wasser
Hondoq ir-RummienSandig bis steinigAnkunftstag, Blick auf CominoNah am Fährhafen Mġarr
Mġarr ix-XiniKiesel und FelsSchnorcheln, TauchenAuto, Weg zum Wasser
Wied il-GħasriWinziger Sandabschnitt, FelsAnschauen, FotosWeg hinunter, festes Schuhwerk
Marsalforn, XlendiKleiner Strand, FelsplattenBaden mit Café in der NäheBus ab Victoria

Ramla Bay: der Sandstrand

Die Ramla Bay im Norden bei Xagħra und Nadur ist der bekannteste Strand der Insel und trägt auf Maltesisch den Namen Ramla il-Ħamra, der rote Sandstrand. Der Sand ist rot bis orange, je nach Tageszeit wirkt er kupfern, kräftig orange oder fast terrakottafarben. Das Wasser fällt flach ab, die Wellen sind meist sanft, und hinter dem Strand liegt ein grünes Tal.

Laut Visit Gozo ist die Bucht ein Natura-2000-Schutzgebiet mit einem seltenen Dünenlebensraum. Cafés und ein kleiner Stand liegen etwas zurückgesetzt hinter dem Strand. Reiseseiten nennen außerdem Rettungsschwimmer in der Saison, Duschen und Toiletten sowie Parkplätze: am Straßenrand gratis, auf einem privaten Platz für etwa 2 Euro am Tag. Das kann sich ändern, fragt vor Ort nach.

Im Hochsommer und an Wochenenden wird es voll, auch weil Malteser zum Baden auf die Insel kommen. Wer es ruhiger will, kommt früh am Morgen oder im Mai, Juni, September und Oktober. Mehr auf der Seite zur Ramla Bay.

Vom Wasser aus ist es am schönsten

Wer mehrere Buchten und Höhlen an einem Tag sehen will, bucht eine Bootstour. Die Küste von Gozo und Comino zeigt sich am besten vom Boot.

Preis und Verfügbarkeit seht ihr live beim Anbieter. Viele Angebote sind kostenlos stornierbar – prüft das im jeweiligen Angebot.

San Blas: kleiner und ruhiger

San Blas ist deutlich kleiner als Ramla, hat aber ebenfalls rötlichen Sand und klares Wasser. Der Meeresboden ist überwiegend sandig, mit einigen Felsen. Der Zugang ist der Grund, warum die Bucht ruhiger bleibt: Ein steiler, unbefestigter Weg führt hinunter, und der Rückweg geht bergauf. Reiseseiten raten zu festen Schuhen und viel Wasser.

Ohne Auto ist San Blas mühsam. Vom nächsten Busstopp laufen Reisende laut Berichten etwa eine halbe Stunde. Wer mit Kleinkindern oder viel Gepäck reist, wählt besser Ramla.

Schmaler Weg hinunter zur San Blas Bay mit Bougainvillea und Blick aufs Meer
Der Weg hinunter zur San Blas Bay Eigenes Foto
Kleine Felsenbucht mit Kiesstrand und gestreiftem Sonnenschirm
Eine versteckte Bucht auf Gozo Eigenes Foto

Daħlet Qorrot: Kiesel und Fischerhäuser

Die kleine Bucht im Nordosten bei Nadur hat einen Kieselstrand und klares Wasser. Sie wird eher von Einheimischen besucht und wirkt entspannt. Wer Sand will, ist hier falsch, wer Ruhe und eine Alternative zu Ramla sucht, ist richtig. Auch hier gilt: Der Bus hält nicht direkt am Wasser.

Hondoq ir-Rummien: Blick auf Comino

Die Bucht bei Qala liegt an der Südostküste und blickt direkt auf Comino und die Blaue Lagune. Sie ist geschützt, das Wasser klar. Der Boden reicht je nach Abschnitt von sandig bis steinig. Reiseseiten bewerten sie als familienfreundlich. Weil Hondoq nah am Fährhafen liegt, passt sie gut für den Ankunftstag: Wer mittags in Mġarr ankommt, kann hier noch am selben Tag ins Wasser.

Mġarr ix-Xini und Wied il-Għasri: Wasser zum Schnorcheln

Mġarr ix-Xini ist ein schmaler Einschnitt im Süden zwischen Felswänden. Es gibt kaum Strand, ihr geht über Kiesel oder Fels ins Wasser, das ruhig, klar und tief ist. Schnorchler und Taucher mögen das, Familien mit kleinen Kindern eher nicht.

Wied il-Għasri im Norden ist ein enger Canyon, der als schmaler Wasserarm ins Meer führt, mit einem winzigen Sandabschnitt am Ende. Er ist spektakulär und sehr klein. Plant dafür wenig Platz und viel Fotoumdrehen ein, dazu festes Schuhwerk für den Abstieg.

Baden direkt im Ort: Marsalforn und Xlendi

Marsalforn hat einen kleinen Sand- und Kiesstrand, dazu Felsplatten wie Għar Qawqla, wo Liegen und Schirme laut Reiseseiten für wenige Euro zu mieten sind. In Xlendi steigt ihr über Leitern entlang der Promenade ins Wasser, und im Wasser liegt ein Ponton, zu dem man schwimmen kann. Beides ist bequem, weil Café, Eis und Toiletten nah sind. Dafür teilt ihr den Platz im Sommer mit vielen anderen.

Praktische Tipps für alle Buchten

Badeschuhe lohnen sich, weil viele Zugänge felsig sind. Schatten ist rar, ein Hut oder Schirm gehört ins Gepäck. Bei starkem Wind kann die Nordküste rau werden, dann sind Buchten im Süden oft ruhiger. Achtet auf Flaggen und Hinweise und geht nicht in die Brandung. Nehmt euren Müll mit, denn viele Buchten haben keine Behälter.

Wer mehrere Buchten und Höhlen an einem Tag sehen möchte, bucht am besten eine Bootstour: Die Küste von Gozo und Comino zeigt sich vom Wasser aus am besten, mehr auf der Seite Comino und die Blaue Lagune. Familien finden weitere Hinweise bei Gozo mit Kindern.

  • Badeschuhe
  • Sonnenhut oder Schirm
  • Mindestens 1,5 Liter Wasser pro Person
  • Handtuch und Beutel für den Müll
  • Schnorchel und Maske, wenn ihr Mġarr ix-Xini oder Xlendi plant

Stand: 4. Oktober 2026. Preise, Zeiten und Regeln ändern sich, bitte beim Betreiber prüfen.

Quellen: Visit Gozo: Ramla Bay

Abendlicht über dem Meer vor Gozo
Eigenes Foto

Häufige Fragen

Hat Gozo Sandstrände?

Ja, aber wenige. Der bekannteste ist die Ramla Bay mit rotem Sand. Daneben gibt es San Blas und kleine sandig-steinige Abschnitte wie in Hondoq ir-Rummien.

Welcher Strand ist der ruhigste?

Das ändert sich mit der Jahreszeit. Als ruhiger gelten Buchten mit schwierigem Zugang wie San Blas, und alle Strände sind früh am Morgen leerer.

Brauche ich Badeschuhe?

Für die meisten Buchten außerhalb der Ramla Bay: ja. Der Untergrund ist felsig oder steinig.

Welcher Strand ist für Kinder am besten?

Meist die Ramla Bay, weil sie sandig ist und flach abfällt.

Kann ich ohne Auto zu den Stränden kommen?

Zu Ramla, Marsalforn und Xlendi fahren Busse. Zu San Blas und Daħlet Qorrot müsst ihr laut Reiseberichten noch ein Stück laufen.

Wo kann ich schnorcheln?

Besonders beliebt sind Mġarr ix-Xini, Xlendi und Teile der Küste bei Dwejra, wenn das Meer ruhig ist.